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Facharzt Urologie

Der Facharzt Urologie ist spezialisiert auf die Erkennung, Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Nachsorge der Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen des männlichen Urogenitalsystems und der weiblichen Harnorgane. Sowie die damit verbundenen Stoffwechselstörungen, die in diesem Zusammenhang stehen. Das können zum Beispiel Infektionen in den Harnwegen, Nieren- und Blasenfunktionsstörungen, bösartige Geschwülste, erektile Potenzstörungen, usw. sein. Der Urologe berät, behandelt konservativ oder medikamentös und nimmt, wenn nötig auch chirurgische Eingriffe vor. Der Urologe kann sich später in der operativen Urologie, der Neuro-Urologie und in der Urologie der Frau weiter spezialisieren.

Weiterbildung Facharzt Urologie

Der Assistenzarzt Urologie bildet sich während insgesamt mindestens sechs Jahren weiter. Dies geschieht in einem Jahr Chirurgie, Allgemeinchirurgie und Traumatologie, Viszeralchirurgie oder Gefässchirurgie als chirurgische Basisweiterbildung, nicht fachspezifisch. Weitere vier bis fünf Jahre erfolgen fachspezifisch in der Urologie. Maximal kann auch ein Jahr Weiterbildung in operativer Urologie oder Neuro-Urologie als fachspezifisch angerechnet werden. Optional besteht für maximal ein weiteres Jahr die Möglichkeit die Weiterbildung in einem anderen chirurgischen oder medizinischen Fachgebiet zu komplettieren.

Ausbildung Facharzt Urologie FMH

Der Inhalt der urologischen Ausbildung beinhaltet unter anderem Punkte wie:

  • Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie der Nieren und der ableitenden Harnwege, der Samenwege und der männlichen Reproduktionsorgane
  • Grundlagen in Bakteriologie und Kenntnisse der Indikationen beim Gebrauch von Arzneimitteln, insbesondere von Antibiotika und Chemotherapeutika und deren Nebenwirkungen und Interaktionen
  • Grundlagen der Zellbiologie, Spital- und Praxishygiene, Radiodiagnostik (inkl. Strahlenschutz)
  • Einlage eines Ureterkatheters / retrograde Ureteropyelographie / Ureteroskopie / Zystographie inkl. Miktionszystographie
  • Retrograde Urethrographie
  • Anterograde Kontrastmitteldarstellung via Nephrostomie
  • Verschiedene offene oder laparoskopische Eingriffe gemäss definiertem Operationskatalog

Schwerpunkt operative Urologie

Der Schwerpunkt operative Urologie umfasst die Weiterbildung des Facharztes für Urologie zum Erlernen und Beherrschen von operativen Eingriffen der Urologie höheren Schwierigkeitsgrades. Die Dauer der Schwerpunktweiterbildung operative Urologie beträgt drei Jahre. Eines der drei Weiterbildungsjahre kann im Rahmen der 6jährigen Weiterbildung zum Facharzt für
Urologie anerkannt werden.

Schwerpunkt Neuro-Urologie

Mit der Weiterbildung für den Schwerpunkt Neuro-Urologie soll der Facharzt für Urologie
Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die ihn befähigen, in eigener Verantwortung Diagnostik
und Therapie von neurogenen Blasen- und Sexualfunktionsstörungen zu beherrschen. Dieses erweiterte Fachgebiet beinhaltet vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten im Management
von neurogenen Funktionsstörungen des unteren und oberen Harntrakts und der assoziierten
Probleme sowie im Management von neurogenen Sexualfunktionsstörungen. Die Dauer der Schwerpunktweiterbildung Neuro-Urologie beträgt drei Jahre.

Schwerpunkt Urologie der Frau

Die Weiterbildung für den Schwerpunkt Urologie der Frau soll dem Facharzt für Urologie
Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die ihn befähigen, in eigener Verantwortung im erweiterten
hochspezialisierten Fachgebiet Urologie der Frau tätig zu sein. Dieses spezialisierte Fachgebiet beinhaltet vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten in der Diagnostik und Therapie von Funktionsstörungen des weiblichen unteren Harntraktes und des Beckenbodens. Die Weiterbildung dauert eineinhalb Jahre.

Anstellung Facharzt Urologie

Der ausgebildete Assistenzarzt Urologie findet danach einen ersten Job als Oberarzt Urologie überwiegend in einem öffentlichen oder privaten Spital, einer Universitätsklinik oder in einer urologischen Praxis. Eine weitere Karriere als leitender Arzt Urologie oder einen attraktiven Job als Chefarzt Urologie stehen durch weitere Fort-, Weiterbildung und einer oft vorausgesetzten Professur offen.