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Facharzt Neuropathologie (Weiterbildungstitel)

Der Facharzt Neuropathologie FMH befasst sich überwiegend mit neurologischen Krankheiten, mit der Diagnostik, Diagnose und der Erforschung von Krankheiten des Nervensystems, Zellen und der Skelettstruktur. Er steht in engem Kontakt zum Facharzt Neurologie, Neurochirurgie und zum Pathologen. Der Neuropathologe untersucht Gewebeproben. Dies können neurochirurgisch entfernte krankhafte, raumfordernde Gewebe wie Tumoren, degenerative Veränderungen, Entzündungen, usw. sein. Mittels Biopsien werden aus dem Zentralnervensystem (Rückenmark, Gehirn), Nervenflüssigkeiten (Liquor), dem peripheren Nervensystem, der Skelettmuskulatur und auch aus anderen Organen (Darm, Haut) Gewebeproben entnommen für weitere Abklärungen verwendet.

Bei Patienten mit Gehirntumoren spielen Neuropathologen eine wichtige Rolle bei der Behandlung. Der molekulare neuropathologische und histologische Befund ist zentral für die Prognose und die weiteren Therapien. An Tumorzentren entscheiden Neuropathologen zusammen mit Neurochirurgen, Neuroonkologen, Neuroradiologen und Strahlentherapeuten über die Behandlung von Patienten mit einem Tumor des Nervensystems. Die autoptische Untersuchung des Gehirns von verstorbenen Patienten ist heute untergeordnet. Sie ist aber nach wie vor eine wichtige Massnahme zur Qualitätssicherung.

Weiterbildung Neuropathologie

Der Assistenzarzt Neuropathologie - oder der Oberarzt mit bereits vorhandenem Facharzttitel Pathologie einer anderen Disziplin - bildet sich während insgesamt mindestens fünf Jahren weiter. Dies geschieht in drei Jahren fachspezifischer Weiterbildung in klinischer Neuropathologie. Ein Jahr der Weiterbildung erfolgt zusätzlich in klinischer Pathologie. Ein weiteres Jahr erfolgt in einem nicht fachspezifischen aber verwandten Bereich wie die Neurochirurgie, Neurologie, Psychiatrie, Neuroradiologie oder Neuropädiatrie.

Ausbildung Neuropathologie FMH

Der Inhalt der intensivmedizinischen Ausbildung beinhaltet unter anderem Punkte wie:

  • Durchführung von Hirn- und Rückenmarksautopsien, einschliesslich makroskopischer und mikroskopischer Protokollierung, Erstellung der Diagnose und der klinisch-neuropathologischen Korrelation, Diskussion der Differentialdiagnose sowie Durchführung der Gewebeentnahme und Asservierung für weitere mikrobiologische, genetische und chemisch-toxikologische Untersuchungen
  • Selbständige Durchführung, Erstellung und Beurteilung von Schnellschnitten und selbständige Bearbeitung von neuropathologischen Operationspräparaten und Biopsien mit mikroskopischer und makroskopischer Beurteilung
  • Aufarbeitungsmethoden von Autopsiefällen mit spezieller neuropathologischer Problematik (Entnahme des Gehirns bei besonderen Fällen wie Enzephalopathien, Hirnbasisaneurysmen, Entwicklungsstörungen, von Rückenmark, der Spinalganglien und peripherer Nerven)
  • Entnahme von Gewebsproben und Erstellen der Diagnostik inkl. Fachbericht und die Vermittlung der Untersuchungsergebnisse an Auftraggeber und behandelnden Arzt

Anstellung Facharzt Neuropathologie

Der ausgebildete Assistenzarzt Neuropathologie findet danach einen ersten Job als Oberarzt Neuropathologie vor allem in einem öffentlichen oder privaten Klinikum oder einem Universitätsspital. Eine weitere Karriereoption als leitender Arzt Neuropathologie oder einen herausfordernden Job als Chefarzt Neuropathologie stehen durch weitere Fort-, Weiterbildung und einer oft vorausgesetzten Habilitation offen. Zusätzlich bestehen Joboptionen als Neuropathologe in privaten Labors.