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Schwerpunkt Palliativmedizin

Der Schwerpunkt Palliativmedizin ist ein medizinisches Querschnittsfach und setzt sich aus der engen Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und Fachdisziplinen zusammen. Der nachfolgend verwendete Begriff «Palliativmedizin» bezieht sich auf den ärztlich-medizinischen Teil der Palliative Care. Der Palliativmediziner betreut und behandelt Patienten mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und / oder solche mit bereits chronisch fortgeschrittenen Erkrankungen. Die Palliativmedizin wird frühzeitig und vorausschauend miteinbezogen. Der Betreuungszeitraum beginnt in der Zeit, in der die Heilung der Krankheit als nicht mehr möglich erachtet wird und kein primäres Ziel mehr darstellt. Den Patienten wird eine ihrer Situation angepasste optimale Lebensqualität bis zum Tode ermöglicht und die nahestehenden Bezugspersonen werden angemessen unterstützt. Palliative Care beugt Leiden und Komplikationen vor und sie schliesst medizinische Behandlungen, pflegerische Interventionen sowie psychologische, soziale, spirituelle Unterstützung mit ein.

Die Selbstbestimmung, Würde und die Akzeptanz von Erkrankungen, dem Sterben und dem Tod als Bestandteile des Lebens sind Grundwerte, die in der Palliativmedizin besondere Beachtung finden.

Weiterbildung Schwerpunkt Palliativmedizin

Ein bereits abgeschlossener Facharzttitel ist vorausgesetzt. Die Weiterbildung Schwerpunkt Palliativmedizin dauert ergänzend dann drei weitere Jahre. Zwei Jahre erfolgen fachspezifisch in einem anerkannten Weiterbildungsinstitut. Ein weiteres Jahr in einer klinischen Tätigkeit in einem der folgenden Fachbereiche: Allgemeine Innere Medizin, Anästhesie, Geriatrie, Gerontopsychiatrie, Medizinische Onkologie oder Pädiatrie. Dieses eine Jahr kann bereits in der Weiterbildung zum entsprechenden Facharzt geleistet worden sein.

Ausbildungsinhalt Schwerpunkt Palliativmedizin

Die Palliativ Ausbildung beinhaltet unter anderem Punkte wie:

  • Grundlagen der Palliative Care und allgemeine Haltung
  • Symptomkontrolle wie Entwickeln von Strategien zur Linderung des Leidens bzw. zur Verbesserung von deren Lebensqualität, analysieren und behandeln der Situationen von Patienten mit komplexen Schmerzen (chronische Schmerzen, Durchbruchschmerzen, Total Pain, Spiritual Pain, Schmerz bei Patienten mit Substanz-Abhängigkeit), wendet Opioide und Co-Analgetika differenziert an
  • Umfassende Haltung und Auseinandersetzung mit den Themen Sterben und Tod
  • Entscheidungsfindung inkl. Therapiezieländerung am Lebensende
  • Kommunikation, Interprofessionalität und Netzwerk

Der ausgebildete Palliativmediziner findet danach Anstellungen in spezialisierten Palliativabteilungen in Spitäler, in grösseren Alters- und Pflegeheimen, bei privaten oder kantonalen Palliativorganisationen oder einer Universitätsklinik. Eine weitere Karriere als leitender Arzt Palliativmedizin oder einen attraktiven Job als Chefarzt Palliativmedizin steht durch weitere Fort-, Weiterbildung und einer oft vorausgesetzten Professur offen.

Die Homepage von www.palliative-begleitung.ch informiert auch über ein grösseres Weiterbildungsangebot.